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EISA Maestro Natur
© Foto: Markus van Hauten

Der deutsche EISA Maestro 2018

Die Schönheit der Natur
28.06.2018

Beim Maestro-Wettbewerb der EISA wurden in diesem Jahr die besten Naturfotos gesucht. Die drei Deutschen Platzierungen stehen nun fest.

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EISA Maestro 2018

Markus van Hauten überzeugt die Jury von seinen naturgewaltigen Einsendungen

© Markus van Hauten

Schon bei der von fotoMAGAZIN ausgeschriebenen Wahl des „Deutschen Maestro“ beteiligten sich 2018 so viele Fotografen wie nie zuvor. Am Ende hat sich hier mit Markus van Hauten ein international erfahrener Wettbewerbsfotograf durchgesetzt. Seit drei Jahren ist unser Deutscher Maestro 2018 ein mehrfach prämierter Teilnehmer bei Fotowettbewerben. Wenn es um die Wahl der eingereichten Arbeiten geht, dann hat seine Ehefrau immer ein Wörtchen mitzureden: „Sie hat den Blick für die richtige Bildauswahl“, sagt Markus van Hauten.

Du musst dich von der Natur überraschen lassen. Wenn etwas anders kommt als geplant, dann sei offen dafür.

Die Teamarbeit scheint diesmal wieder perfekt funktioniert zu haben: Seine farbintensiven Naturbilder setzten sich in einem starken Teilnehmerfeld durch. Im Unterschied zu manchen Konkurrenten zeigen die Aufnahmen dieses Semi-Professionals durchgehend kompositorisches Gespür und Sinn für ideale Lichtstimmungen.

Deutscher Maestro 2018: Markus van Hauten

Markus van Hauten entdeckte die Fotografie für sich während seiner Hochzeitsreise auf Island im Jahr 2006. Mittlerweile war er sechsmal auf der Insel und schätzt dort besonders die winterliche Landschaft. Wenn er nun dorthin reist, dann sind das akribisch geplante einwöchige Fotoexpeditionen, bei denen er alleine unterwegs ist. „Islands Natur ist einmalig“, sagt van Hauten zu seiner eingereichten Arbeit. „Ich liebe das nordische Licht im Januar.“  Der ausgebildete Nachrichtentechniker ist heute ein semi-professionell arbeitender Fotograf und mehrfach prämierter Wettbewerbsteilnehmer. Auch bei Award-Verleihungen wie dem Trierenberg Super Circuit und den Sony World Photography Awards hat van Hauten bereits Preise bekommen. Sein Erfolgsrezept: „Du musst dich von der Natur überraschen lassen. Wenn etwas anders kommt als geplant, dann sei offen dafür.“

Mit Aleksandra Wilk und Peter Hofmann folgen ihm auf Platz zwei und drei versierte Mitbewerber, die ihr gewähltes Thema konsequent umgesetzt haben.

2. Platz: Aleksandra Wilk

Die Idee zu ihrer ruhigen, entschleunigten Serie mit symmetrisch angelegten Bildern einer Baumschule hatte die Münchnerin bereits im vergangenen Sommer. Bis zur Verwirklichung wartete sie allerdings auf den Winter.  „Im Schnee erscheint alles hier anmutiger und abstrakter“, findet Wilk. Der Boden sollte also erst schneebedeckt und weiß sein, damit sich die schwarzen Baumstämme hier richtig kontrastreich abheben. Seit 2014 fotografiert die Archivarin vorzugsweise Landschaften und Natur, ihre Vorliebe für einen abstrakteren Ansatz ist allerdings noch ganz neu. Die von Wilk eingereichten Schwarzweißbilder überzeugten die Jury als das am konsequentesten durchdeklinierte Projekt der gesamten deutschen Vorausscheidung.

3. Platz: Peter Hofmann

Hofmanns Spezialgebiet ist die Höhlenfotografie. Seit 30 Jahren erforscht er die entlegensten geologischen Vertiefungen und Grotten in der Natur. Beim Maestro-Wettbewerb hat er spektakuläre HDR-Panoramen von Höhleneingängen in Süddeutschland, Istrien und Slowenien eingereicht. Sein Blick führt hier stets aus dem Inneren zum Eingang. „Das ist die Perspektive, die bereits die alten Bewohner in prähistorischer Zeit hatten.“ Hofmanns Bilder sind aus bis zu 30 Einzelaufnahmen zusammengesetzt und mit einer Nikon D7100 mit starker Weitwinkeloptik aufgenommen. Motive wie die Aufnahme der Eishöhle (unten links) wurden mit Stativ und ohne Blitz fotografiert. Der Rosenheimer betrachtet seine Bilder als „künstlerisch überhöht“ und nicht als reine Dokumentarfotografie.

Bei der Wahl des European Maestro hat eine Expertenjury der 15 EISA-Mitgliedsländer die Besten unter allen Landessiegern bereits gekürt. In unserem Septemberheft  stellen wir Ihnen die internationalen Sieger vor.

Die Gewinnerbilder wurden im fotoMAGAZIN 7/2018 veröffentlicht.

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Über den Autor
Manfred Zollner

Unser stellvertretender Chefredakteur Manfred Zollner gilt in der Fotoszene als "Anwalt des guten Bildes." Sein thematischer Schwerpunkt liegt in der professionellen Fotografie, seine Vorliebe gilt der Fotokunst. Die jährlich erscheinende fotoMAGAZIN EDITION mit herausragenden Fine Art-Portfolios ist sein Projekt. 1991 kam der Münchner als Director of Photography zum fotoMAGAZIN, von 2004 bis 2006 leitete er als Chefredakteur die Zeitschrift Photo Technik International.