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Kolumne Warnkes Fotobörse
Warnkes Kolumne

Angebotsdruck auf dem Kamera-Gebrauchtmarkt

Im Land der Träume
10.06.2021

Verkauft wird nur noch, was sehr günstig ist. Preisverluste – auch bei jüngeren Gebrauchten Kameras – von 20 Prozent gegenüber entsprechenden Gebrauchtpreisen aus dem Sommer 2020 sind die Regel.

Rätselhaft, warum Leute meinen, für ihre Foto-Gebrauchtware noch richtig viel Geld zu bekommen. Bei Verkaufsanzeigen auf bekannten Online-Plattformen oder Inzahlungnahme-Gesprächen beim Fotohändler sind eklatante Fehl­einschätzungen hinsichtlich des Wertes gebrauchter „Schätzchen“ die Regel.

Dass der Secondhand-Markt boomt, kann man nicht gerade sagen. Das Angebot ist riesig, die Nachfrage eher mickrig. Gleich von mehreren Seiten bekommt der Gebrauchtmarkt Angebotsdruck: Corona-Zeit ist wohl Aufräumzeit, alles muss raus. Wer da im Preis danebenliegt, hat keine Chance. Zwei Warenbereiche mit hohen Angebotszahlen stechen bei Preisträumereien hervor: analoge Kameras, die nicht zu den klassischen Sammelbereichen gehören, und DSLR-­Massenware aus den letzten Jahrzehnten, aber auch semiprofessionelle Canons und Nikons. Die neuen DSLM-­Baureihen dieser Firmen verführen viele Umsteiger. Verkauft wird nur noch, was sehr günstig ist. Preisverluste – auch bei jüngeren Gebrauchten – von 20 Prozent gegenüber entsprechenden Gebrauchtpreisen aus dem Sommer 2020 sind die Regel.

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Angebotsdruck auf dem Kamera-Gebrauchtmarkt

Über den Autor
Winfried Warnke

Vermutlich kennt niemand den Kamera-Gebrauchtmarkt in Deutschland besser als unser Kolumnist und Autor Winfried Warnke: Seit 30 Jahren beschäftigt er sich mit Schätzen aus zweiter Hand. Einmal im Jahr erstellt er für das fotoMAGAZIN den Secondhand-Guide, auch als FOMAG-Liste bekannt. Für unser Technik-Forum schreibt er in jeder Ausgabe die Second-Hand-Kolumne.