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© Bald&Bearded Photography

Supercandy Pop-Up Museum: schöne, bunte Welt

It´s the Selfie Way of Life
09.11.2018

Waren Sie schon im Supercandy Pop-Up Museum? Nicht? Dann wird es Zeit! Wir haben dem Selfie-Museum in Köln-Ehrenfeld einen Besuch abgestattet und erklären, was es damit auf sich hat.

 

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Supercandy House Eingang

Pink, pink, pink! Man könnte meinen Miss Piggy höchstpersönlich hätte hier die Farbauswahl getroffen. Übrigens hat diese Farbe auch einen Namen: Millennial Pink!

© Anne Schellhase

Dieser Ort ist schrill, super pink und ein Paradies für alle, die zu groß sind für das småländische Bällebad: Das Supercandy Pop-Up Museum in Köln-Ehrenfeld beherbergt eine ganz neue Art von Ausstellung. Hier wartet Kunst zum Anfassen und Mitmachen auf die Besucher. Denn an diesem sonderbaren Ort darf man sich in die Installationen schmeißen, die eigene Schokoladenseite in Pose bringen, währenddessen ein Eis am Stiel schlecken und gleichzeitig auf den Auslöser drücken.

Umgeben von gefühlten 99 rosa Luftballons, süßen Gummibärchen und überlebensgroßen Donuts entstehen in riesigen Bällebädern Bilder, die vor allem eines sind: instagrammable. Dieses Wort gibt es wirklich (ja, sogar PONS liefert eine Übersetzung) und umschreibt so ziemlich alles, das schön und stylisch genug ist, um auf Instagram gepostet zu werden. Wie fühlt es sich also an, für zwei Stunden Teil dieser schillernden, bunten Insta-Welt zu sein? Wir wollten es wissen und haben das Supercandy Pop-Up Museum für ein Shooting besucht.

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Supercandy Pop-Up Museum_Flamingo

"Der Flamingo möchte bitte aus dem Bälleparadies abgeholt werden!" Natürlich dürfen die passenden Requisiten im Supercandy House nicht fehlen.

© Bald&Bearded Photography

Supercandy Pop-Up Museum Köln: from USA with love

Die Idee für diese interaktive Ausstellung kommt – wie sollte es auch anders sein – aus den USA. Dort sind Instagram-Museen längst bekannt und hoch frequentierte Ausflugsziele. In New York City und San Fransisco lädt derzeit die Candytopia zum zuckersüßen Vergnügen, in Los Angeles ist es das Museum of Ice Cream. Dort macht 2019 auch das Egg House Station und verspricht wortwörtlich das Gelbe vom Ei in Sachen Selfie-Spaß. Und sogar Malaysia ist mit seinem Selfie Museum nachgezogen. Auffällig ist, mit wie viel Liebe zum Detail diese Selfie-Tempel gestaltet werden: Diverse Künstler sind für die Gestaltung der einzelnen Szenerien verantwortlich und die Vorbereitungen dauern, wie für jeder anderen Austellungen auch, Wochen – wenn nicht gar Monate.

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Supercandy Einlass

Der Einlass erfolgt alle 30 Minuten. Im Anschluss haben Besucher bis zu zwei Stunden Zeit, sich auszutoben. Wichtig: Buchen Sie Ihre Karten samt Zeitfenster unbedingt im Voraus via Internet! Eine Tageskasse gibt es nicht.

© Anne Schellhase

Nun also Köln! Das Fabrikgebäude einer ehemaligen Druckerei bietet auf 1.200 Quadratmetern genügend Platz, um Bilder mit einer besonders hohen Shareability – also Bilder, die besonders oft geliked und geteilt werden – zu machen. Schon die Ankunft in Köln macht neugierig und Lust auf mehr: Ein rosaroter Teppich führt direkt in die alte Fabrik. Innen angekommen landet man direkt in der Beauty Station, wo mehrere Spieglein samt Glitter-Gloss für ein letztes Finish bereit liegen.

Gleich darauf warten eine Wand aus Luftballons und ein Riesenlakritzpool auf die ersten Schnappschüsse. Insgesamt gibt es rund 20 dieser Stationen, in denen Blogger und Instagrammer Platz nehmen und Selfies machen können, bis der Finger glüht: Gigantische Eistüten hängen hier von der Decke herab und in einem Raum fühlt man sich sogar, als hätte Barbie eine eigene Fluggesellschaft namens Supercandy International Airlines. Ein anderer Raum lässt einen glauben, sich inmitten eines riesigen Ausmalbuches zu befinden – eine große Kiste gefüllt mit Filzstiften animiert die Besucher, direkt drauf loszumalen. Besonders viel Spaß macht der Besuch in der Konfetti-Garage. Als Kulisse dient ein türkisfarbenes Garagentor, vor das man sich fix platziert, nachdem man auf den roten Buzzer gehauen hat: Unter riesigem Getöse regnet es dann Bindfäden aus rosa Konfetti-Quadraten. Herrlich!

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Supercandy Pop-Up Museum_Ice Cream

"I scream for Ice Cream!" Leckeres Eis am Stiel gibt es hier übrigens gratis.

© Bald&Bearded Photography

Um es auf den Punkt zu bringen: Insta-Helden kommen in Köln-Ehrenfeld definitiv auf ihre Kosten und nehmen einige Bilder mit nach Hause, die sie so im Alltag nicht machen könnten. Die Locations sind allesamt solide ausgeleuchtet, sodass jeder, der sein Smartphone bzw. seine Kamera beherrscht, super Bilder machen kann. Aber Achtung: Zutritt erhält nur, wer sein Ticket vorab über die offizielle Website gebucht hat. 22 festgelegte Slots stehen zur Auswahl, aus denen man sich seine gewünschte Zeitspanne aussucht. Das fanden wir bei unserem Besuch auch absolut sinnvoll, denn so konnten wir uns selbst an einem Freitagnachmittag für zwei Stunden frei und stressfrei durch das Supercandy House bewegen. Und dabei sind wirklich tolle Fotos entstanden:

 

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Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Über den Autor
Anne Schellhase

Das jüngste Mitglied der fotoMAGAZIN Redaktion ist Anne Schellhase. Die studierte Sozialpädagogin fotografiert leidenschaftlich, vor allem analog, gerne als Lomographin - was in der Redaktion immer wieder zu interessanten Debatten führt. Anne kümmert sich um unseren Online-Auftritt und ist meist die Erste, die antwortet, wenn Sie auf dieser Seite kommentieren oder uns über Social-Media-Kanäle kontaktieren.