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Fotoreise nach Kenia
© Stephan Tuengler
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Stephan Tuengler im Interview auf der fotohaven über seine Fotoreisen nach Afrika

Fotoreisen nach Afrika

Interview mit Stephan Tuengler
14.05.2020

Afrika bietet viele tolle Fotomotive, egal ob Löwe, Elefant, Leopard und Co. oder eindrucksvolle Landschaften. Aktuell ist zwar an eine Fotoreise noch nicht zu denken, aber planen und träumen darf man wohl. Stephan Tuengler organisiert Reisen nach Afrika und Indien. Wir haben mit ihm gesprochen.

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Fotografen auf Fotosafari in Kenia

Fotografen auf Fotosafari in Kenia

© Stephan Tuengler

Eigentlich ist Stephan Tuengler in Afrika und Indien unterwegs, fotografiert wilde Tiere und zeigt Fotografiebegeisterten fremde Welten. Er ist Fotograf und Reiseveranstalter: 2003 hat er "In AFRICA – In INDIA" gegründet. Reisefieber, die Liebe zur Fotografie, eine unstillbare Neugier und mehr als zwei Jahrzehnte Reisen ins tropische Afrika brachten ihn auf die Idee. Zusammen mit einem kleinen Team konzipiert er exklusive Reisen, Fotoreisen, Safaris und individuelle Reisepakete nach Afrika und Indien für Naturfreunde sowie Naturfotografen. In unserem Video-Interview gibt er einen Einblick in die Reisen.

Schwierige Situation

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Fotograf und Reiseveranstalter Stephan Tuengler

Fotograf und Reiseveranstalter Stephan Tuengler

© In AFRICA – In INDIA

"In der aktuellen Situation geht es mir mit meiner Reisesparte nicht gut – insbesondere deshalb weil es überhaupt keine Perspektive gibt", berichtet Tuengler. "Es wäre schon hilfreich, wenn ich wissen würde, dass es z. B. im Januar 2021 halbwegs normal weitergehen kann/wird. Dem ist aber nicht so – und so kommt neben dieser großen Ungewissheit auch die Komponente des Totalausfalls meines Reisegeschäftes." Im Klartext werde er wohl mindestens ein ganzes Jahr abschreiben müssen. Derzeit könne er keine Einnahmen generieren und sei nur damit beschäftigt Reisen (rück)-abzuwickeln. Das Problem dabei laut Tuengler: Einerseits sind viele Reisen an die Partner schon bezahlt und andererseits muss "In AFRICA – In INDIA" nach deutschem Reisegesetz den Kunden bei Stornierung das Geld zurückzahlen. "Aber wir sind in Vorkasse getreten und bekommen von den Airlines und von unseren Partnern kein Geld zurück." Doch immerhin geben die Partner vor Ort den Kunden die Möglichkeit, kostenlos umzubuchen. "Wollen das die Kunden nicht, so ist dieser Betrag aber auch weg. Am Ende zahlen wir als Spezialreiseveranstalter den doppelten Preis." Viele würden das nicht überleben – und so bleibe abzuwarten wer am Ende übrig bleibt.

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Wildes Hamburg

Glücklicherweise hat Tuengler geringe laufende Kosten und kann sich jetzt umso mehr auf die eigene Fotografie fokussieren. Daher hofft er: "Deswegen denke ich, dass ich das gut überleben werde und dann wieder voll durchstarten kann."
Durch Corona entschleunigte sich plötzlich alles und so hatte man plötzlich wieder mehr Zeit, Wildlife vor der eigenen Haustür zu fotografieren. So konnte Tuengler zusammen mit drei weiteren Fotografen das Projekt "Wildes Hamburg" angehen. "Das war schon länger geplant, aber es war vorher nicht genügend Raum damit anzufangen." Das Team will die urbane Wildnis ins rechte Licht rücken und auf Fotosafari in Hamburg gehen. Einige Eindrücke gibt es bereits hier zu sehen.

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Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Über den Autor
Lea Spraul

Seit September 2019 ist Lea Spraul Volontärin in der fotoMAGAZIN-Redaktion. Sie ist vor allem zuständig für Angelegenheiten, die sich online abspielen – unter anderem Instagram, Facebook, YouTube und Beiträge auf fotomagazin.de. Neben ihrer Tätigkeit in der Redaktion studiert sie „Digital Journalism“ im Master.