Faszination Sofortbildkamera: von damals bis heute

Warum das analoge Bild wieder im Trend ist
30.01.2018

Das Sofortbild lebt! fM-Redakteurin Anne Schellhase erklärt, wieso die Sofortbildkamera einfach nicht totzukriegen ist und woher der Hype kommt. Sie verrät außerdem ihre Top-7-Kameras.

 

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Polaroid SX-70

Die Polaroid SX-70 ist ein absolutes Schmuckstück. Doch Vorsicht! Lieber nicht bei ebay kaufen, leider sind viele defekte Geräte in Umlauf

© Impossible

Die 7 coolsten Sofortbildkameras

Das Angebot an Instant-Kameras ist inzwischen vielfältig. Es reicht von der einfachen Point-and-Shoot-Knipse bis zur Spiegelreflex. Hier kommen unsere Empfehlungen:

Polaroid SX-70: Oldie but Goldie

Die Polaroid SX-70 ist für viele eine der schönsten Kameras, die je gebaut wurden. Außerdem geriet die Sofortbildfotografie Anfang der 70er dank dieser Kamera erst richtig in Mode und damit auch in die Privathaushalte. Die faltbare Spiegelreflexkamera liefert Bilder im originalen Polaroid-Format, der belichtete Bildbereich beträgt 77 x 79 mm. Wir empfehlen den Kauf über Impossible, hier erhalten Sie ein generalüberholtes Gerät samt einem Jahr Garantie. Preis: ca. 370 Euro

Instax Square SQ10: für alle, die Filter lieben

Mit der Instax Square SQ10 hat Fujifilm eine Sofortbildkamera entwickelt, die Spaß macht und das kreative Spektrum erweitert. Dazu gehören unter anderem zehn Filter à la Instagram. Auch toll ist das Spiel mit der Vignettierung: Je nach Gusto kann diese entweder verstärkt oder aber hell ausgeblendet werden – was manchen Motiven einen wirklich coolen Look verleiht. Der integrierte Messwertspeicher minimiert die Gefahr vor Über- beziehungsweise Unterbelichtungen. Die Experimente werden auf dem 3,0-Zoll-Display verfolgt. Preis: ca. 290 Euro

Polaroid Spectra SE: back to the 80ies

Der Knight Rider unter den Sofortbildkameras: Die Polaroid Spectra SE kommuniziert mit dem Anwender. Verschiedene Piep- und Warntöne signalisieren beispielsweise, ob die Belichtung passt oder dass der Film gewechselt werden muss. Das Display im Sucher hilft dabei, verschiedene Probleme zu identifizieren. Die Kameras der Spectra- bzw. Image-Serie werden von Impossible generalüberholt und kommen mit einem Jahr Garantie für derzeit rund 175 Euro. Kleiner Tipp: Wer ab und zu bei ebay vorbeischaut, könnte dort eventuell ein Schnäppchen machen.

Lomo´Instant Wide: mehr Bild für´s Geld

Aus der Lomography Instant-Familie gar nicht mehr wegzudenken ist die Lomo´Instant Wide: Sie ist die perfekte Begleitung für besondere Momente, in denen Sie möglichst viel auf Ihr Bild bekommen wollen. Das Querformat fängt auf 62 x 99 mm besonders gut Urlaubspanoramen, Hochzeitsgesellschaften und ganz alltägliche Situationen ein. Preislich liegt die Kamera samt Zubehör bei etwa 240 Euro, so können Sie sich gleich richtig austoben: Close-ups, Ultra-Weitwinkel-Aufnahmen und Langzeitbelichtungen sind für die LIW kein Problem. Kompatibel mit dem Instax Wide-Film.

Leica Sofort, Lomo´Instant Automat Glass, Mint InstantFlex TL70: klein, aber oho

Drei Kameras, ein Bildformat: Diese Kameras sind allesamt mit dem Instax mini-Film kompatibel und liefern Bilder im praktischen 62 x 46-mm-Bildformat. Die Leica Sofort ist ein Muss für Leica-Fans. Sie neigt zur Überbelichtung, ist ansonsten aber eine solide Wahl.

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Lomo´Instant Automat Glass

Die Lomo´Instant Automat Glass kommt mit diversem Zubehör.

© Lomography

Freunde des Weitwinkels könnten mit der LIA Glass ihre Freude haben, hat sie doch mit ihrem Glasobjektiv bei 38 mm (21 mm Kleinbildäquivalenz) einen recht großen Abbildungsbereich für eine Sofortbildkamera. Und mit einer maximalen Blendenöffnung von f/4,5 (die kleinste Blende liegt bei f/22) sollte die Kamera auch schwierige Lichtsituationen meistern können. Wer auf Nummer sicher gehen will, lässt seine Bilder automatisch belichten: Die im Objektivdeckel integrierte Fernbedienung hilft dabei, verwacklungsfreie Langzeitbelichtungen im „Bulb“-Modus zu machen.

Und wer auch beim Sofortbild nicht auf das Spiel mit der Schärfentiefe verzichten will, der sollte zur Mint InstantFlex TL70 greifen. Der Clou: Der Fotograf kann die Blende komplett selbst steuern – Rolleiflex-Feeling inklusive. Kleine LEDs auf der Mattscheibe des Sucherschachts helfen dabei, die richtige Belichtung zu finden. Preise: ca. 300 Euro (Leica), 190 Euro (Lomo), 370 Euro (Mint).

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Dieser Artikel ist in unserer Ausgabe fotoMAGAZIN 08/2017 erschienen. Zur Einzelheftbestellung gelangen Sie hier.

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Über den Autor
Anne Schellhase

Das jüngste Mitglied der fotoMAGAZIN Redaktion ist Anne Schellhase. Die studierte Sozialpädagogin fotografiert leidenschaftlich, vor allem analog, gerne als Lomographin - was in der Redaktion immer wieder zu interessanten Debatten führt. Anne kümmert sich um unseren Online-Auftritt und ist meist die Erste, die antwortet, wenn Sie auf dieser Seite kommentieren oder uns über Social-Media-Kanäle kontaktieren.