Fabio Borquez: Die Kunst der Verführung

15.07.2011

Der neue Star der Aktfotografie wünscht sich, dass wir beim Betrachten seiner Bilder die Welt vergessen. Nichts ist leichter als das.

Er ist der Latin Lover unter Deutschlands Aktfotografen: Fabio Borquez, 1964 in Buenos Aires geboren, versteht es wie kaum ein Zweiter, vertrackte Passionen in formvollendete Posen zu übersetzen.

Starre und Bewegung verschmelzen bei dem 46jährigen zu einer erotisierenden Einheit. Und stets ist da dieser Hauch lateinamerikanischer Leidenschaft. Ich schaffe Verführung auf ganz eigene Art, sagt Borquez, dessen intime Inszenierungen in der Vergangenheit bereits  den Playboy oder das Männermagazin GQ geschmückt haben. Und auch in Ausstellungen und Bildbänden haben seine Aktbilder Eingang gefunden.

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95 Euro) erschienen

Das Markenzeichen des Exil-Argentiniers mit Wohnsitz in Neuss am Niederrhein: Frauenbilder, die komplexe Geschichten von Stolz und Anmut erzählen. Der studierte Architekt macht dabei keinen Hehl daraus, dass seine Sicht auf den weiblichen Körper geprägt worden ist von seiner argentinischen Herkunft: Wenn ich fotografiere, dann will ich, dass man für einen Augenblick die Welt vergisst der Fotograf, das Model und selbst der Betrachter.

Eine Aktfotografie ist für Fabio Borquez erst dann gelungen, wenn sich alle Augen in ihr verlieren. Es geht dabei also um weit mehr als um Nacktheit. Was wirklich zählt ist das perfekte Bild der Moment in dem sich Licht, Temperament und Körperhaltung zu einer schier unwiderstehlichen Spannung verbinden.   Ralf Hanselle

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Journalist Ralf Hanselle
Über den Autor
Ralf Hanselle

1972 in Detmold geboren, studierte Philosophie und Germanistik an der Universität Bonn. Nach Hospitanzen und Tätigkeiten bei diversen deutschen Tages- und Wochenzeitungen arbeitet er seit 2000 als freier Publizist. Zu den Schwerpunkten seiner Arbeit zählen Foto- und Kunstkritik sowie Reportagen aus den Bereichen Kultur und Geistesleben.