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EISA Maestro 2021 International
Willem Kuijpers kommt aus den Niederlanden. Er überzeugte die Jury mit seiner Bildserie und belegt international den ersten Platz.
© Willem Kuijpers

EISA Maestro 2021 – Die internationalen Gewinner

Gesichtsstudien
19.08.2021

Die diesjährigen Sieger kommen aus den Niederlanden, Frankreich und Ungarn und haben die Jury des internationalen Maestro-Wettbewerbs mit äußerst unterschiedlichen fotografischen Herangehensweisen zum Thema „Gesichter“ überzeugt.

Text: Damian Zimmermann

Die drei Gewinner der internationalen Endrunde des gemeinsam von fotoMAGAZIN und der Expert Imaging and Sound Association (EISA) ausgeschriebenen Fotowettbewerbs Maestro 2021 zum Thema „Gesichter“ haben nicht nur alle eine sehr individuelle Handschrift, sondern bewegen sich auch technisch und gestalterisch auf höchstem Niveau. Sie alle bringen in diesem Jahr einen professionellen Background als Fotografen ein. So ist der Sieger Willem Kuijpers aus den Niederlanden zwar mittlerweile im Ruhestand, hat aber Fotografie studiert und lange Zeit ein eigenes Fotostudio betrieben.

1. Platz: Willem Kuijpers (Niederlande)

Willem Kuijpers begann bereits in den frühen 1970er-Jahren als Hobby-Fotograf, absolvierte ein Studium an der Fotovakschool in Amsterdam und machte sich mit seinem eigenen Studio selbstständig. Seit zwei Jahren ist Kuijpers Rentner – und die Fotografie wurde wieder zu seinem Hobby. Auf Sizilien fotografierte er während der Karwoche die 24-stündige Prozession „I Misteri di Trapani“, während der die Teilnehmer 20 schwere, lebens­große Holz-Skulpturen, die den Kreuzweg Jesu darstellen, durch die Altstadt von Trapani tragen – ein sehr emotionales Ereignis für viele Christen und Besucher.
Website: www.fotowillemkuijpers.nl.

2. Platz: Pauline Petit (Frankreich)

Pauline Petit wurde 1986 in der Normandie geboren und lebt noch heute dort. Sie schrieb und illustrierte zahlreiche Kinderbücher, bevor sie sich 2007 entschied, Fotografin zu werden. Seit zwei Jahren kombiniert sie ihre Fotografie mit ihrer Malerei. Dabei entstehen sehr grafische, aber auch humorvolle, surreale Porträts und Szenarien. Ihre Arbeit „The Graphic Portrait“ umfasst mehrere Dutzend Bilder vor weißem Hintergrund, die oft von Kinderliteratur beeinflusst wurden. In den hier gezeigten Bildern stand sie zudem selbst als Model vor der Kamera.
Website: www.pauline-petit.fr.

Pauline Petit konnte mit Ihren Bildern ebenfalls den internationalen Publikumspreis einfangen.

3. Platz: Barbara Farkas (Ungarn)

Auch Barbara Farkas stand bei ihren Porträt­inszenierungen selbst als Model vor der Kamera – allerdings sind die Arbeiten der Fotostudentin aus Ungarn deutlich düsterer als die der Französin Pauline Petit. In ihrer Serie „Faces“ beschäftigt sie sich mit globalen Umweltkrisen wie Waldbränden, Klimawandel und Erderwärmung oder der Luftverschmutzung, die sie alle in aufwendigen Fotocollagen in ihre Porträts integriert. Damit will sie darauf hinweisen, dass diese Themen nicht nur uns alle etwas angehen, sondern dass jeder von uns zum Handeln verpflichtet ist.

Weitere Gewinnerbilder aus dem EISA Maestro Foto- Wettbewerb finden Sie > hier.

> Die Deutschen EISA Maestro Gewinner

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Über den Autor
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