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Tolles Naturfoto: Dritter Platz der Sonderkategorie
Den dritten Platz der Sonderkategorie We are family sichert sich die "Familie Waschbär" von Dominik Janoschka.
© Dominik Janoschka

Die Naturfotos des Jahres 2021

Turbo Rauchschwalbe
28.04.2021

Bis zu 20 Meter pro Sekunde fliegt eine Rauchschwalbe. Mit ihrer Aufnahme einer Rauchschwalbe belegt das Fotografen-Duo Karsten Mosebach und Bernhard Volmer nun den ersten Platz des Wettbewerbs GDT Naturfotograf des Jahres 2021. Weitere Tierportraits sowie Naturfotos des Wettbewerbs zeigen wir hier.

Ein braunrotes Gesicht, glänzendes blauschwarzes Gefieder, eine weiße Unterseite und ein gegabelter Schwanz – daran erkennt man die erwachsene Rauchschwalbe. "Rauchschwalben sind rasante Flieger. Im höchsten Tempo durchschneiden sie die Luft, weichen Hindernissen blitzschnell und unvermittelt aus. Ihren waghalsigen Flugmanövern können unsere Augen kaum folgen. Immer scheinen die Vögel in der Luft zu sein. Nur selten ruhen sie in der Gemeinschaft anderer Schwalben auf einem Telefondraht oder der Dachrinne eines alten Schweinestalls“, erzählt Karsten Mosebach. Zusammen mit Bernhard Volmer gewinnt er den Wettbewerb GDT Naturfotograf des Jahres 2021. 
Auch in diesem Jahr hat die Gesellschaft für Naturfotografie e.V. (GDT) den Naturfotografen des Jahres Ende April gewählt. Aufgrund der Corona-Pandemie stimmten die GDT-Mitglieder allerdings online ab und nicht wie üblich auf der Mitgliederversammlung. 

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Platz acht der Kategorie Andere Tiere

In der Kategorie Andere Tiere belegt Jenny Loreen Zierold mit "Flugzeug" den achten Platz.

© Jenny Loreen Zierold

Schwalbe im Flug

Gesamtsieger wird das Duo aus dem Teutoburger Wald mit dem Bild "Turbo Rauchschwalbe" – das eine Rauchschwalbe im Flug zeigt. Die beiden Fotografen Karsten Mosebach und Bernhard Volmer versuchen mit ihren Schwalbenfotos, das Können, die Schönheit und die Eleganz der Tiere darzustellen. Kein einfaches Unterfangen. Als Stilmittel wählten die beiden Fotografen deshalb eine Langzeitbelichtung in Kombination mit Blitzgeräten, deren Leuchtzeit besonders kurz ist. Auf diese Weise konnten sie die Bewegung der Schwalbe am Ende der Belichtungszeit einfrieren. Daher trägt die Schwalbe im Bild einen luftigen Schleier, der gleichzeitig von ihrer hohen Geschwindigkeit zeugt.

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Das Naturfoto des Jahres 2021 von Karsten Mosebach und Bernhard Volmer

Gesamtsieger des Wettbewerbs und erster Platz der Kategorie Vögel: Volmer und Mosebach setzen sich mit ihrem Bild "Turbo Rauchschwalbe" gegen die Fotos von knapp 400 anderen GDT-Mitgliedern aus 13 Ländern durch.

© Karsten Mosebach, Bernhard Volmer

Mosebach und Volmer liefen sich vor knapp 20 Jahren zufällig beim Fotografieren über den Weg. Im Laufe der Zeit haben sie verschiedene Foto- und Buchprojekte gemeinsam realisiert. Besonders bei technisch aufwändigen Projekten arbeiten sie eng zusammen. Bei den Schwalben-Fotos konnten aufgrund der benötigten Lichtschranken- und der Blitztechnik jedoch nicht zwei Kameras gleichzeitig gesteuert werden, sondern nur ein Fotoapparat. Die Bilder gehören dann beiden Fotografen gleichermaßen. So haben sie schon einmal, vor genau zehn Jahren, gemeinsam den Titel Naturfotograf des Jahres gewonnen.

Sieger der einzelnen Kategorien

Insgesamt wurden 6470 Bilder eingereicht. Die Vorauswahl für die zehn besten Bilder jeder Kategorie fand durch eine dreiköpfige Jury – Heike Odermatt, Jan Piecha und Stefan Christmann – statt. Welche Platzierung ein Bild innerhalb einer Kategorie einnahm, entschieden dann die Mitglieder der GDT. Ausgezeichnet werden neben dem Gesamtsieger je zehn Bilder in sieben Kategorien: Vögel, Säugetiere, Andere Tiere, Pflanzen & Pilze, Landschaften, Atelier Natur und als Sonderkategorie 2021 We are family.
Der Wettbewerb GDT Naturfotograf des Jahres unterscheidet sich insofern vom Wettbewerb Europäischer Naturfotograf des Jahres, als dass ausschließlich die Mitglieder der GDT Bilder einreichen können und nicht alle Fotografen mit Wohnsitz in Europa.

Die Kategorie-Sieger des GDT-Naturfotografen 2021

 

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Über den Autor
Lea Spraul

Seit September 2019 ist Lea Spraul Volontärin in der fotoMAGAZIN-Redaktion. Sie ist vor allem zuständig für Angelegenheiten, die sich online abspielen – unter anderem Instagram, Facebook, YouTube und Beiträge auf fotomagazin.de. Neben ihrer Tätigkeit in der Redaktion studiert sie „Digital Journalism“ im Master.