Die internationalen Gewinner des EISA Maestro Wettbewerbs 2018

Fotowettbewerb zum Thema Natur
15.10.2018

Beim internationalen Maestro-Wettbewerb der EISA zum Thema „Natur“ gab es in diesem Jahr einen klaren Sieger: Der ungarische Wildlife-Star Bence Máté setzte sich mit einer stilistisch komplett eigenständigen Bildserie durch.

Den Titel „European Maestro“ hat sich dieser Wettbewerbs-sieger längst verdient. Der Ungar Bence Máté ist kein Unbekannter auf europäischer Bühne. Der Gesamtsieger des internationalen Fotowettbewerbs zum Thema „Natur“ der European Imaging and Sound Association (EISA) hat bereits in seiner Jugend mehrfach Preise als bester Nachwuchsfotograf beim BBC-Wildlife Photographer of the Year-Wettbewerb in London abgeräumt und dort schließlich 2010 den Hauptpreis als Wildlife Photographer of the Year Award überreicht bekommten. 2014 zählte ihn das Wirtschaftsmagazin Forbes zu den 30 erfolgreichsten Ungarn unter 30 Jahren. Die Einwohner seines Heimatdorfes Pusztaszer hatten ihn da schon zum Ehrenbürger ernannt.

Als im Juni 2018 die Chefredakteure der 15 EISA-Mitgliedsländer unter allen nationalen Maestro-Preisträgern 2018 den Jahresbesten suchten, fiel die Wahl eindeutig auf Bence Máté.

„Ein tolles Wildlife-Foto ist nicht wiederholbar“

Máté hat die Wildlife-Fotografie in den vergangenen Jahren technisch und stilistisch mitgeprägt. Beim Maestro-Wettbewerb reichte er dunkle Bilder mit dem ersten Glanz des Morgenlichtes ein, auf denen sich die Silhouetten der Tiere zart golden abzeichnen. Die Natur am Wasser scheint hier unter dem Eindruck der ersten Sonnenstrahlen zu dampfen. Ein flatternder Vogel gibt in der Langzeitbelichtung den Rhythmus dieser Morgensymphonie vor. „Ein tolles Wildlife-Foto ist technisch perfekt, innovativ und nicht wiederholbar“, sagt Máté. „Es sollte das tatsächliche Geschehen wahrheitsgetreu wiedergeben und die abgebildeten Tiere müssen in der Lage gewesen sein, sich frei zu bewegen. Photoshop mag zwar eingesetzt werden, um ein Bild zu verbessern. Das einzige Ziel der Post-Production soll es jedoch sein, die Wirklichkeit in einem Bild am akkuratesten wiederzugeben.“ Mátés Bildern gelingt es, der Wildlife-Fotografie einen beinahe lyrischen Akzent zu geben, sie hier zu emotionalisieren. Er erreicht dies durch eine Reduktion seines Genres auf ein enges Farbschema und eine spezielle Lichtstimmung. Die Arbeiten des unmittelbaren Verfolgerfeldes bleiben angesichts seiner herausragenden Leistung vergleichsweise austauschbar. Hier dominiert diesmal das Abbilden der Schönheit der Natur und die Reproduktion vielfach gesehener Bildwelten. Abstraktere fotografische Ansätze scheinen ohnehin diesmal den Geschmack der Jurymitglie-der weniger getroffen zu haben.  

Etwas unverständlich bleibt die Juryentscheidung zugunsten des Drittplatzierten. Solide Unterwasserfotografie, aber ein Platz auf dem Siegertreppchen?

Selbst wenn es der Deutsche Maestro Markus van Hauten diesmal nicht unter die ersten Drei des internationalen Wettbewerbs geschafft hat, können Sie seit dem 1. Juli 2018 online beim Maestro-Public Choice Award unter www.facebook.com/eisaawards für ihn stimmen.

Die internationalen EISA Maestro Gewinner 2018 wurden im fotoMAGAZIN 9/2018 vorgestellt.

> internationaler EISA Maestro 2017

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Über den Autor
Manfred Zollner

Unser Chefredakteur Manfred Zollner hat bereits während seines Studiums der Kommunikationswissenschaft sein Taschengeld als Konzertfotograf verdient. Der langjährige stellvertretende Chefredakteur des Heftes leitet seit April 2019 die Redaktion. Darüber hinaus betreut er das einmal im Jahr erscheinende XXL-Heft fotoMAGAZIN EDITION mit herausragenden Fine Art-Portfolios.