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Bildband Broken Flowers
Die Windungen des Welkens im Reich der Pflanzen. Gudrun Petersens „Broken Flowers“ zelebrieren visuelle Haikus mit den Mitteln der Fotokunst.
© Gudrun Petersen

Gudrun Petersen "Broken Flowers"

Weitere Bildbände von Barbara Wolff und Steve McCurry
07.07.2021

Gudrun Petersens Bildband zeigt uns die Schönheit des Welkens und Vergehens im Reich der Blüten.

Petersens oft emontionsgeladene, monochrome Farb-Kompositionen leben die Fragilität eines Moments, in dem die Natur Abschied nimmt. Matte, bisweilen schrumpelige Wunderformen in den Farben des Herbstes, filigrane Blattstrukturen und bis zur reinen Abstraktion reduzierte Close-Ups voll lyrischer Kraft. Zartes Pflanzen-Zen, das unseren Blick meditativ formt. Und Fotografien, die den Weg der Natur visuell interpretieren und bis in die zartesten Unschärfebereiche begleiten. Seit Jahren einer der bildgewaltigsten Bände zur Pflanzenfotografie!
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> Gudrun Petersen "Broken Flowers"
Selbstverlag, limitierte Auflage von 300 Exemplaren, 45 Euro.

Barbara Wolff "Metropolis"

Der Buchtitel ist eine Anspielung an Fritz Langs Filmklassiker. Doch Walter Ruthmanns Stummfilmepos „Berlin. Symphonie einer Großstadt“ kommt dem Betrachter noch viel stärker in den Sinn. Auch Barbara Wolffs Bildband folgt dem Puls dieser Stadt. Oft bleibt in seinem schwarzweißen Bilderfluss das Gefühl, dass dieses flirrende Stadtbild mehr über das Vermächtnis von Gestern erzählt, als es die neue, schnell gebaute Architektur der Jahre nach der Wende je vermitteln können wird. Inmitten der Spuren des Wandels und der urbanen Illusionen, neben all den Zeugnissen von Begegnungen eines Augenblicks, hat sich in diesem schön zusammengestellten Band die Vergangenheit melancholisch eingebrannt. Der Mensch erscheint hier zwischen Hast und Rast, oft allein mit sich im Stadtgefüge.
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21 x 28 cm, 136 Seiten , 104 Schwarzweiss-Fotografien.
> LUNIK BERLIN Verlag, 39,90 Euro.

Steve McCurry "Die Welt in meinen Augen"

In hundert Bildern um die Welt. Der legen- däre Magnum-Fotograf Steve McCurry präsentiert in diesem schönen, großformatigen Bildband Aufnahmen aus seinem über vier Jahrzehnte reichenden Schaffen, die wir so noch nie gesehen haben. Der amerikanische Meisterfotograf beweist dabei abseits seiner bekannten Fotoikonen sein Ausnahmetalent für intuitive Bildkompostion und fein abgestimmte Farbharmonien in der Street Photography. Mehr noch: aus jedem dieser Fotos spricht McCurrys Empathie und ein humanistischer Ansatz, der überall die Nähe zum Menschen findet. Ein echtes Meisterwerk, das Hoffnung auf weitere bislang verborgene Schätze aus seinem riesigen Bilderfundus weckt!
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27,5 x 38 cm, 208 Seiten, 102 farbige Abbildungen,
> Knesebeck Verlag, 60 Euro.

Das könnte Sie auch interessieren:
> Steve McCurry im Interview

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✸  ✸  ✸  ✸  ✸  Muss unbedingt in Ihr Regal
✸  ✸  ✸  ✸  Hat das Zeug zum Klassiker
✸  ✸  ✸  Der Kauf lohnt sich
✸  ✸  Nur für thematisch Interessierte
✸  Darauf können Sie verzichten

Diese Bildbände haben wir im fotoMAGAZIN 1, 2 und 3/2021 vorgestellt.

 

 

 

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Über den Autor
Manfred Zollner

Unser Chefredakteur Manfred Zollner hat bereits während seines Studiums der Kommunikationswissenschaft sein Taschengeld als Konzertfotograf verdient. Der langjährige stellvertretende Chefredakteur des Heftes leitet seit April 2019 die Redaktion. Darüber hinaus betreut er das einmal im Jahr erscheinende XXL-Heft fotoMAGAZIN EDITION mit herausragenden Fine Art-Portfolios.