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die LomoMod No. 1
@ Lomography

Kamera selber bauen: LomoMod No. 1

Bilder durch Tee und Saft
23.10.2019

Für kreative Fototouren und analoge Experimente eignet sich die Mittelformat-Kamera LomoMod No.1 mit Nassbereich. Doch bevor es losgeht, müssen Sie die Kamera erst selbst zusammenbauen und befüllen.

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Mittelformat-Kamera LomoMod No. 1 beim Zusammenbau

Zusammengebaut wird die LomoMod No. 1 größtenteils aus Karton.

© Lomography

Eine Kamera aus Karton, die sich mit Wasser füllen lässt? Klingt im ersten Moment wahrscheinlich etwas fraglich in Bezug auf Funktionsweise und Sinnhaftigkeit. Dahinter steckt die LomoMod No. 1, die quasi aus zwei Produkten besteht: eine mit Flüssigkeit gefüllte Linse mitsamt separater Verschluss- und Blendeneinheit sowie eine Kamera aus Karton.

Kamera aus Pappe selber bauen

Die LomoMod No.1 ist eine Mittelformat-Kamera, die man von Grund auf selbst zusammenbaut. Die zugeschnittenen Bauteile aus nachhaltig produziertem Karton sind inspiriert von Origami-Faltungen und Sashimono Zimmermannskunst.

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Die Sutton’s Liquid Linse kann mit verschiedenen Flüssigkeiten befüllt werden.

Die Sutton’s Liquid Linse kann mit verschiedenen Flüssigkeiten befüllt werden.

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Für den Zusammenbau sind keine Werkzeuge notwendig und der Grundstoff Karton macht es möglich, Ersatzteile auszuschneiden und Umbauten an der Kamera vorzunehmen. In die sogenannte Sutton’s Liquid-Linse sollte schließlich eine Flüssigkeit gefüllt werden, wodurch erst ein scharfes Bild entsteht. Mit Flüssigkeit ist dabei nicht nur klares Wasser, sondern vielmehr zum Beispiel auch mit Lebensmittelfarbe gefärbtes Wasser, Tee, Wein oder verdünnte Fruchtsäfte, gemeint.

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Beispiel-Bild, entstanden mit der DIY-Kamera LomoMod No. 1

Dieses Bild ist mit der selbst gebauten Kamera entstanden.

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Je nach Linsenfüllung lassen sich verschiedene Effekte erzielen. Experimentiert werden kann nicht nur mit Flüssigkeiten, sondern auch mit der Sutton-Linse an einer anderen Kamera oder wenn der LomoMod-Kamera-Body für Versuche mit alternativen Objektiven verwendet wird. Die Kamera könnte also als gute Basis für kreative Fotoeinsätze und analoge Experimente bezeichnet werden.

Ab November erhältlich

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Das komplette Set der LomoMod No. 1

Aus diesen Einzelteilen entsteht nachher die Mittelformat-Kamera.

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Mit im Set sind zudem eine eigene Blenden- und Verschlusseinheit mit den Modi N (1/100 s) und B sowie ein PC-Sync-Anschluss und Effekt-Blenden. Gekauft beziehungsweise geliefert werden kann die Mittelformat-Kamera in Europa voraussichtlich Anfang November. Das Set gibt es sowohl alleine als auch mit den passenden Filmen, etwa mit dem "Potsdam Kino B&W 120 ISO 100", zu kaufen.

Technische Spezifikationen der LomoMod No.1

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Beispiel-Bild, entstanden mit der DIY-Kamera LomoMod No. 1

Die Kamera lädt zum Experimentieren ein.

© Lomography

Brennweite: 80 mm
Blenden: Waterhouse Steckblenden
Verfügbare Blenden: f/11, f/16, f/19, f/22, f/27, f/32
Fokus: Fix
Fokussierabstand: 2,5 m – Unendlich
Fokussierabstand mit Adapter Ring: 1,5 – 5 m
Verschlusszeiten: N (1/100), B (bulb)
T-Verschluss: individueller T-Verschluss-Hebel
Blitzsynchronisation: PC-Sync Stecker
Stativanschluss: Ja
Fernauslöser: Ja
Sucher: Nein
Belichtungsmesser: Nein
Filmtransport: Spule
Filmformat: 120

Lomography – Wildfang der Fotografie

Verkauft wird die DIY (Do it yourself) Kamera von lomography. Doch was hat es damit eigentlich auf sich? Die Lomographische Gesellschaft (Lomographic Society International) wurde 1992 von einer Gruppe Wiener Studenten gegründet und bezeichnet sich als der Wildfang der Fotografie. Lomography wird angetrieben von Leidenschaft und Neugierde. Der Name lomography rührt von der in den 80ern in Russland beliebten Kamera, Lomo LC-A, die heute für ihre besondere Ästhetik bekannt ist.
Lomography lädt dazu ein, locker zu lassen, sich Inspiration zu holen und die Ergebnisse mit der ganzen Welt zu teilen.

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Über den Autor
Lea Spraul

Seit September 2019 ist Lea Spraul Volontärin in der fotoMAGAZIN-Redaktion. Sie ist vor allem zuständig für Angelegenheiten, die sich online abspielen – unter anderem Instagram, Facebook, YouTube und Beiträge auf fotomagazin.de. Neben ihrer Tätigkeit in der Redaktion studiert sie „Digital Journalism“ im Master.