Natürlich hat jede Kamera ihren materiellen und ideellen Wert, wobei
Käufer, Verkäufer und Sammler sicherlich unterschiedliche Vorstellungen
von deren Höhe haben. Der Nutzwert fragt nach dem praktischen Vorteil
für den Fotografen: Wie sinnvoll ist eine bestimmte Kamera für meine
fotografischen Zwecke? Muss ich mir dafür das teure, aktuelle Topmodell
der Firma XY zulegen oder könnte nicht auch eine günstige Gebrauchte
aus der jüngeren Vergangenheit meine Ansprüche erfüllen? Wir haben uns
auf dem Gebrauchtmarkt einmal umgesehen und zahlreiche Kameras von
Kleinbild bis Mittelformat entdeckt, die recht günstig zu haben sind,
aber – je nach Anspruch – durchaus auch heute noch fotografische
Aufgaben zur vollen Zufriedenheit erledigen können. Wir präsentieren Ihnen Oldies mit Können.
Die A-1 ist der Klassiker unter den modernen Spiegelreflexen von Canon
und der krönende Abschluss der vorangegangenen AE-AT-AV-Serie. Die 1978
vorgestellte A-1 bietet mit fünf TTL-gemessenen Automatik-Programmen
(Blenden-, Zeit-, Programm-, Arbeitsblenden-Zeitautomatik und
Blitzautomatik), Belichtungskorrektur und Messwertspeicherung alles was
man heute braucht. Sie war die erste SLR, die völlig auf
Digitalelektronik aufgebaut war und darum Zeit und Blende im Sucher als
Leuchtzahlen anzeigen konnte. Lange Jahre in großen Stückzahlen
verkauft, ist sie heute noch vielfach bei zufriedenen Fotofreunden im
Gebrauch. Wer bereit ist, auf Autofokus zu verzichten, hat hier ein
zuverlässiges „Arbeitspferd“ mit vielen Möglichkeiten. Ein
umfangreiches Objektiv- und Zubehör-Programm (Winder, Motor,
Datenrückwand, Balgen, Konverter, Zwischenringe, Fernsteuerung,
Blitzgerät usw.) erweitert die Einsatzmöglichkeiten der A-1.