Polaroid: mehr Pep mit Pop

Sofortbildkamera mit Papierauswurf
06.01.2017

Anlässlich der CES in Las Vegas hat Polaroid seine neue Sofortbildkamera Pop vorgestellt

80 Jahre Polaroid, 70 Jahre Sofortbild – und die Sofortbildkamera kehrt zurück. Aber ganz anders. Die Neuheit glänzt mit dem klassischen Namen Pop und ist eigentlich eine herkömmliche Digitalkamera im ungewöhnlichen Gehäuse, die Bilder im klassischen Polaroid-Rahmen auf das neue 3,5 x 4,25 Zoll (8,9 cm x 10,8 cm) große ZINK-Fotopapier druckt. Womit die Gemeinsamkeiten mit den Polaroid-Kameras der 70er- und 80er-Jahre genannt sein dürften.

polaroidpop_01cut.jpg

Polaroid Pop Sofortbildkamera Sofortbilddrucker Zip Cube Zink Zero-Ink Foto Scott W. Hardy CES in Las Vegas

Die Polaroid Pop druckt eigene oder fremde Fotos aus

© Polaroid

Die digitale Grundausstattung mit einem 20-Megapixel-CMOS-Sensor bringt es mit sich, dass die Pop sogar in 1080p Full-HD Filmen kann (Videos gegenwärtig nicht ausdruckbar). Ein fast 4 Zoll großer Touchscreen erleichtert die Bedienung. Zur Ausstattung zählen ein Bildstabilisator, ein Dual-LED Blitz und der typische rote Auslöseknopf; zum Objektiv schweigt sich Polaroid bislang aus. Alle Fotos und Videos werden auf einer microSD-Karte (bis 128 Gigabyte) gespeichert.

polaroidpop_02.jpeg

Polaroid Pop Sofortbildkamera Sofortbilddrucker Zip Cube Zink Zero-Ink Foto Scott W. Hardy CES in Las Vegas

Erst gegen Ende des Jahres 2017 soll die Polaroid Pop in den Handel gelangen

© Polaroid

Teilen lassen sich die Aufnahmen über WLAN und Bluetooth mittels kostenloser Polaroid Print App (für iOS und Android) mit Smartphones oder Tablets – oder als „Papier“. Die Pop nutzt die tintenfreie Zero-Ink-Drucktechnologie von ZINK Imaging. Dabei werden mit Hitze die im Papier enthaltenen Farbkristalle aktiviert. Vor dem Druckprozess sind die Kristalle farblos, sodass ZINK-Papier wie reguläres Fotopapier aussieht. Erst beim Drucken werden die Farben sichtbar.
Die Polaroid Pop kann umgekehrt auch als mobiler Sofortbilddrucker für normale Smartphone-Aufnahmen genutzt werden. Außerdem bietet die App verschiedene Filter und Optionen zur Bildbearbeitung an, zum Beispiel Vintage-Filter oder Schwarz-Weiß.
„Die Polaroid Pop ist ein Brückenschlag zwischen dem nostalgischen Sofortbild und aktuellen Funktionen und Designs“, lässt sich Scott W. Hardy, Präsident und Firmenchef von Polaroid, zitieren. „Die Kamera verkörpert die gesamte 80-jährige Unternehmensgeschichte und steht für unsere Kernwerte: einfache Bedienung, Sofortbild-Spaß und schnelles Teilen.“
Auf das Sofortbild werden Sie allerdings eine Weile warten müssen: Die Pop soll erst im letzten Quartal 2017 erscheinen. Auch eine Preiseinordnung gibt es bislang noch nicht.

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Lars Theiß
Über den Autor
Lars Theiß

Unser Technikredakteur Lars Theiß kümmert sich vorwiegend um Tests und Praxisthemen rund um Kameras, Objektive und Zubehör. Seit 1995 arbeitet der besonders an naturfotografischen Themen interessierte Wahlhamburger beim fotoMAGAZIN. Zu seinen Aufgabenbereichen gehören die Objektivtests, Secondhand-Themen und die fotoMAGAZIN-Spezialausgabe Einkaufsberater.