Ektachrome: Kodak Alaris legt analogen Klassiker neu auf

Comeback eines Kleinbild-Diafilms
09.01.2017

Grund zur Freude für Analog-Fans: Der Kodak Professional Ektachrome wird von Kodak Alaris neu aufgelegt und soll ab dem vierten Quartal erhältlich sein

 

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Ektachrome E100S Beispielbild von Tamara Skudies_01

Man würde auf den ersten Blick wohl kaum vermuten, dass dies ein analoges Bild ist. Tatsächlich jedoch stammt dieses Foto von Tamara Skudies: Wenn die Berufsfotografin und leidenschaftliche Lomographin aus Landshut nicht gerade im Studio steht, schnappt sie sich ihre analogen Kameras und hält damit alles fest, was ihr vor die Linse kommt. Sie kombiniert analoge Kameras mit den neuesten Objektiven. Hier kamen eine mit dem Ektachrome E100S bestückte EOS 33 zum Einsatz, kombiniert mit dem Trioplan 2,8/100mm

© Tamara Skudies

Welch Freude für Analog-Fans. Nachdem Kodak seinen beliebten Farbpositivfilm Professional Ektachrome 2012 aus dem Sortiment nahm, gab das Unternehmen nun auf der CES 2017 bekannt, diesen künftig wieder anzubieten. Angaben zur Empfindlichkeit des Films, liegen derzeit leider noch nicht vor.

Ektachrome: Ab Ende 2017 für analoge Kleinbildkameras und Super 8

Der Film soll ab dem vierten Quartal für das Kleinbildformat (35mm x 36 Bilder) im Handel erhältlich sein. Außerdem ließ Dennis Olbrich, Präsident von Kodak Alaris Imaging Paper, Photo Chemicals und Film verlauten, dass auch eine Variante für die ebenfalls auf der CES 2017 vorgestellte “Kodak Super 8”-Kamera geplant sei. Mit Markteinführung des Films will Kodak außerdem eine App zur Verfügung stellen, mit deren Hilfe der Fotograf in Erfahrung bringen können soll, wo er seine belichteten Filme entwickeln lassen kann.

Dass dieser Film nun ein Comeback feiert, ist der wachsenden Beliebtheit analoger Fotografie und der damit verbundenen, steigenden Nachfrage zu verdanken. Für Olbrich liegt die Begründung dieser Entscheidung klar auf der Hand:

Wir haben in den letzten Jahren genau hingehört, welche Anforderungen und Wünsche Fotografen haben – und wollten daher einen Farbdiafilm zurückbringen. Nach Abwägung unserer Möglichkeiten, fiel die Entscheidung eindeutig auf den Ektachrome.

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Ektachrome E100S Beispielbild von Tamara Skudies_02
© Tamara Skudies

Der Ektachrome zeichnet sich durch sein sehr feines Korn, satte Farben und starke Kontraste aus und prägte – über mehrere Generationen hinweg – Hobby- und Profifotografen gleichermaßen. So arbeitete auch National Geographic primär mit dem Farbpositivfilm aus dem Hause Kodak. Nach der Entwicklung im E6-Prozess lassen sich die Ergebnisse des Farbumkehrfilms direkt anschauen und projizieren, weswegen der Ektachrome auch bevorzugt bei Fans des Diaprojektors zum Einsatz kommt. Entwickelt im Farbnegativ-Prozess "Cross-Entwicklung" (C-41) erhält der Fotograf darüber hinaus Bilder in falschen, dafür aber besonders knalligen Farben.

 

Und wie die analoge Gemeinde auf diese Neuigkeit reagiert hat, zeigen Tweets und Posts wie diese:

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Über den Autor
Anne Schellhase

Das jüngste Mitglied der fotoMAGAZIN Redaktion ist Anne Schellhase. Die studierte Sozialpädagogin fotografiert leidenschaftlich, vor allem analog, gerne als Lomographin - was in der Redaktion immer wieder zu interessanten Debatten führt. Anne kümmert sich um unseren Online-Auftritt und ist meist die Erste, die antwortet, wenn Sie auf dieser Seite kommentieren oder uns über Social-Media-Kanäle kontaktieren.