Canon EOS M6: Spiegellose Systemkamera mit Aufstecksucher

Ab Anfang April erhältlich
15.02.2017

Nur fünf Monate nach der EOS M5 stellt Canon die kleine Schwester EOS M6 vor. Sie hat keinen eingebauten Sucher, lässt sich aber durch einen elektronischen Aufstecksucher erweitern. Wir hatten die kleine Kamera bereits in der Hand

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Canon EOS M6

Die EOS M6 besitzt einen Ausklappblitz. Sie ist in zwei Farben erhältlich: Silber-Schwarz und – wie hier im Bild – rein Schwarz

Bild: Canon

Die EOS M6 hat ein ähnliches Innenleben wie ihre große Schwester EOS M5 und teilt auch viele Gemeinsamkeiten mit den neuen Spiegelreflexkameras EOS 800D und EOS 77D. Wie bei diesen kommt ein 24-Megapixel-CMOS-Sensor im APS-C-Format zum Einsatz, der zum Fokussieren den „Dual Pixel CMOS AF“ (DPAF) nutzt. Auch den neuen DIGIC-7-Bildprozessor, der unter anderem Full-HD-Videos mit 60 Bildern/s ermöglicht, haben die vier Kameras gemeinsam. Das Design und die Anordnung der Bedienelemente hat Canon gegenüber dem bisherigen Mittelklasse-Modell ohne Sucher, der EOS M3, leicht verändert. So ist die Kamera nun neben Komplett-Schwarz auch in Schwarz mit silberner Kopfplatte erhältlich.

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Canon EOS M6

EOS M6 mit dem 18-150 mm Kitobjektiv

Bild: Canon

Klappmonitor und Aufsteckblitz

Der Touchscreen-Monitor hat wie in der EOS M3 eine Diagonale von 3,0 Zoll, eine Auflösung von 1,04 Mio. Punkten und lässt sich um 180 Grad nach oben und 45 nach unten kippen. Der Aufstecksucher ist neu: Der EVF-DC2 (ca. 270 Euro) ist anders als der EVF-DC1 zur EOS M3 nicht mehr kippbar. Er hat ähnlich wie der eingebaute Sucher in der EOS M5 eine Auflösung von 2,36 Mio. Punkten, eine Diagonale von 0,39 Zoll und eine Bildwiederholrate von 120 Bildern/s. Im ersten Praxischeck hinterließ er einen sehr scharfen und ruckelfreien Eindruck. Bei der Größe kann er allerdings nicht mit den besten Suchern der Konkurrenz mithalten. Ein Nachteil des Aufstecksuchers bleibt, dass er sich den Zubehörschuh mit einem Aufsteckblitz teilen muss. Wer den Sucher nutzt, kann also nur mit dem kleinen eingebauten Blitz arbeiten, der sich  – anders als bei den EOS-SLRs –nicht als Speedlite-Steuergerät für externe Blitzgeräte nutzen lässt.

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Sucher EVF-DC2

Der Aufstecksucher EVF-DC2 ist als optionales Zubehör erhältlich

Bild: Canon

Wi-Fi und Full-HD-Video

Wie die neuen SLRs und der EOS M5 kommt auch die EOS M6 mit Wi-Fi (für Bildübertragung und Fernsteuerung) und Bluetooth (Fernsteuerung ohne Live-View). Videos nimmt sie mit Full-HD-Auflösung und 60 Bildern/s auf, Serien schießt sie laut Canon mit bis zu neun Bildern/s (ohne AF-Nachführung) bzw. sieben Bildern/s mit Servo-AF.

Die EOS M6 kostet ca. 800 Euro. Zusammen mit dem EF-M 3,5-5,6/18 55 mm IS STM verlangt Canon rund 930 Euro, mit dem EF-M 3,5-6,3/18-150 mm IS STM ca. 1185 Euro.

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Andreas Jordan
Über den Autor
Andreas Jordan

Andreas Jordan ist Mediendesigner und arbeitet seit 1994 als Redakteur und Autor mit den Schwerpunkten Multimedia, Imaging und Fotografie für verschiedene Fach- und Special-Interest-Magazine (u. a. Screen Multimedia, Computerfoto, MACup). Seit 2003 ist er Redakteur beim fotoMAGAZIN und leitet dort seit 2007 das Ressort Test & Technik.