Fujifilm: X100S löst X100 ab

08.01.2013

Fujifilms erfolgreiches erstes X-Modell übergibt den Staffelstab an eine jüngere. Die X100S kommt mit einem verbesserten Sucher, neuem Sensor und Prozessor daher.

Der neu entwickelte 16,3-Megapixel-Sensor in der X100S integriert Pixel zur Phasen-Detektion, sodass die von Fujifilm erstmals in der F300EXR eingesetzte Hybrid-AF-Technologie, die den schnellen Phasen- und den genaueren Kontrast-Autofokus kombiniert, nun auch endlich in einem X-Modell zum Einsatz kommt. Eine weitere Möglichkeit, die sich durch das Integrieren der Phasen-Pixel ergibt, ist das so genannte Digital Split Image, ein digitaler Schnittbildindikator: Ähnlich wie im analogen Zeitalter werden hier zwei Bilder angezeigt, die beim manuellen Scharfstellen zur Deckung gebracht werden müssen, um die korrekte Entfernung einzustellen. Eine visuelle Fokussierhilfe durch Einfärben der eingestellten Entfernung (Focus Peaking) ist ebenfalls an Bord.

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Das Farbfilter-Muster von Fujifilms X-Trans-Sensors @ Fujifilm

Das Farbfiltergitter des Sensors ist wie im Flaggschiff X-Pro1 und in der zur photokina vorgestellten X-E1 mit einem unregelmäßigeren RGB-Muster als das traditionelle Bayer Mosaik versehen. Die zufälligere Anordnung der Farbfilter auf dem so genannten X-Trans-Sensor soll das Entstehen von Moirés verhindern, sodass Fujifilm bei Kameras mit X-Trans-Sensor auf Tiefpassfilter zur Moiré-Vermeidung verzichtet, um ein Maximum an Auflösung umzusetzen.

Neben dem X-Trans CMOS II ist auch ein leistungsstärkerer Bildprozessor in die X100S eingezogen. Er soll die Auflösungsleistung der Kamera verglichen mit X100 um 25 Prozent verbessern, verspricht Fujifilm. Außerdem soll das Rauschen um 30 Prozent geringer als das der ohnehin schon sehr rauscharmen X100 ausfallen. Auch die Geschwindigkeit will Fujifilm im Vergleich zum Vorgängermodell deutlich verbessert haben: Der Hersteller verspricht Autofokus-Zeiten von 0,08 s und eine Auslöseverzögerung von 0,01 s.

Bewährte Ausstattung

Wie die X100 besitzt auch die X100S einen Hybridsucher aus optischem und elektronischem Vorschaubild, das automatisch oder manuell umgeschaltet wird. Auch die Lichtstärke und Brennweite des Objektivs hat Fujifilm beibehalten: Das Auge der X100S ist ebenfalls ein Fujinon 2,0/23 mm, dass der klassischen Reportagebrennweite von 35 mm entspricht (umgerechnet auf Kleinbild). Die Blende besteht aus neun gerundeten Lamellen, sodass ein harmonisches Bokeh entstehen soll. Ein 3-Blenden-ND-Filter ist eingebaut, sodass auch bei hellem Licht mit offener Blende fotografiert werden kann.

Mehr Looks und Full-HD-Video

Aufgerüstet hat Fujifilm den Videomodus. Während die X100 auf das kleine HD (1280 x 720 Pixel) beschränkt war, nimmt das S-Modell nun Full HD (1920 x 1080 Pixel) und mit einer hohen Bildfrequenz von maximal 60 Bildern/s (36 MBit) auf. Die von Fujifilm bekannte Simulation des Erscheinungsbilds von analogem Filmmaterial (etwa Provia, Velvia, Astia) ist in der X100S durch zahlreiche weitere Filter ergänzt worden, darunter der beliebte Miniatur-Modus, Teilfarbe, High- und Low-Key und Soft-Focus. Auch Mehrfachbelichtungen und das Montieren mehrerer Bilder in der Kamera sind möglich.

Die Fujifilm X100S ist ab Februar 2013 für rund 1200 Euro im Handel.
Die vollständigen technischen Daten finden Sie hier: LINK

 

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