Erster Test: Olympus OM-D E-M5 Mark II mit 40 Megapixeln

Markteinführung im März
05.02.2015

Mit zahlreichen Verbesserungen, darunter einem weiterentwickelten Bildstabilisator und einem 40-Megapixel-Modus, wartet die neue OM-D von Olympus auf. Wir konnten die E-M5 Mark II bereits einem ersten Praxistest unterziehen

Die Nachfolgerin der ersten OM-D, die vor knapp drei Jahren auf den Markt kam, ist nun noch besser gegen Spritzwasser und Kälte abgedichtet und liegt damit auf dem Niveau des aktuellen Topmodells E-M1. In mancher Hinsicht überbietet sie diese sogar. So besitzt sie als erste OM-D einen in alle Richtungen beweglich gelagerten Monitor (3,0 Zoll, 1,04 Mio. Punkte), der sich zum Transport geschützt einklappen lässt. Die Bedienung hat Olympus gegenüber der Vorgängerin optimiert. So lässt sich das Programmrad nun arretieren, um ein versehentliches Verstellen zu vermeiden und es existieren mehr Funktionsknöpfe. Nachteil gegenüber der großen Schwester: Der Handgriff fällt kleiner aus als bei der E-M1, was in erster Linie beim Einsatz großer und schwerer Objektive stören könnte.

40 Megapixel mit Pixelshift
Der Sensor löst wie in allen aktuellen Micro-Four-Thirds-Kameras 16 Megapixel auf, Olympus nutzt den für die Bildstabilisierung beweglich gelagerten Bildwandler nun aber zusätzlich zur Erzeugung von Hi-Resolution-Bildern mit 40 Megapixeln. Dabei werden acht um jeweils einen halben Pixel versetzte Aufnahmen verrechnet. Dies funktioniert sinnvoll nur bei statischen Motiven und vom Stativ. Olympus empfiehlt außerdem die eigenen Pro-Objektive – in unserem Test funktionierte der Modus aber auch mit dem Kitobjektiv 3,5-6,3/12-50 mm und mit einem Panasonic Lumix 2,8/35-100 mm Power O.I.S. Das Ergebnis hat uns qualitativ überzeugt: Die Hi-Res-Bilder zeigen nicht nur mehr Details, sondern auch ein geringeres Rauschen (siehe Bilder). Wer im Raw-Modus fotografiert, kann die versetzten Aufnahmen mit Hilfe eines Photoshop-Plug-ins verrechnen.

Verbesserte Bildstabilisierung
Den 5-Achsen-Bildstabilisator hat Olympus unter anderem durch einen neuen Gyrosensor optimiert. Er kompensiert, gemessen nach CIPA-Standard, fünf Blendenstufen (Foto und Video). Auch den Videomodus hat Olympus deutlich aufgebohrt. Möglich sind jetzt Full-HD-Videos mit allen gängigen Frameraten (60, 50, 30, 25 und 24 B/s) im Quicktime/H.264-Format inklusive Timecode-Aufzeichnung. Bei der üblichen Bildgruppenkomprimierung beträgt die maximale Datenrate gut 50 Mbit/s, die Kamera bietet aber auch einen schnittfreundlichen All-Intra-Modus, bei dem keine Bildgruppen, sondern nur Einzelbilder komprimiert werden – hier liegt die maximale Datenrate bei 77 Mbit/s und die Frequenz bei 30 B/s. Mit der Movie-Clip-Funktion können bis zu 16 Sekunden lange Filmsequenzen aufgenommen und direkt in der Kamera bearbeitet und sortiert werden. Bei der manuellen Fokussierung hilft nun auch während der Video-aufzeichnung ein Focus-Peaking.

olympus_om-d_e-m5_mark_ii_silver_product_183_v2.jpg

Olympus OM-D E-M5 Mark II

Der Monitor ist nun dreh-, schwenk- und ausklappbar

Besserer Sucher
Der Sucher wurde gegenüber der E-M5 ebenfalls verbessert – er entspricht nun dem der E-M1 (2,36 Millionen Punkte). Wi-Fi zur drahtlosen Bildübertragung, Fernsteuerung und Geotagging per Smartphone bringt die E-M5 II nun auch mit. Der mechanische Verschluss schafft wie bei der E-M1 1/8000 s, es lässt sich aber auch erstmals bei Olympus ein rein elektronischer Verschluss aktivieren, der das lautlose Auslösen und eine Belichtungszeit von 1/16.000 s ermöglicht.

Einen eingebauten Blitz hat die neue OM-D nicht, Olympus liefert aber einen kleinen Aufsteckblitz mit, der sich zum indirekten Blitzen drehen und schwenken lässt und externe Systemblitze drahtlos per TTL-Automatik steuern kann. Praktisch: Er benötigt keine eigenen Batterien, sondern bezieht seinen Strom aus der Kamera. Eingespart hat Olympus den Accessory-Port, der bei den Pen-Modellen vor allem für den Anschluss eines externen E-Suchers genutzt wird. Die Akkulaufzeit beträgt 310 Aufnahmen (750 im Quick-Sleep-Modus).

Autofokus mit Kontrast-Detektion
Einer der wenigen Nachteile gegenüber der E-M1 besteht darin, dass die Neue keinen Hybrid-Autofokus mit Phasen-Detektionspixeln auf dem Bildsensor mitbringt. Damit ist sie schlechter für den Einsatz von Four-Thirds-Spiegelreflexobjektiven geeignet. Auswirkungen hat dies außerdem auf den Serienbildmodus. Die E-M5 II schafft zwar beeindruckende 10 Bilder/s, bei aktiviertem Nachführ-AF sind es aber nur noch 5 B/s, während die E-M1 nach dem Firmware-Update 9 B/s mit AF erreicht (siehe Kasten Seite 101).

Die OM-D E-M5 ist ab Anfang März für rund 1100 Euro erhältlich, mit Kitobjektv M.Zuiko Digital 3,5-6,3/12-50 mm für 1300 Euro und mit dem 2,8/12-40 mm Pro für ca. 1800 Euro. Als neues Zubehör bietet Olympus unter anderem den Batteriegriff HLD-8, das Punktvisier EE-1 und das Unterwassergehäuse PT-EP13 an.

> technische Daten bei Olympus

 

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Andreas Jordan
Über den Autor
Andreas Jordan

Andreas Jordan ist Mediendesigner und arbeitet seit 1994 als Redakteur und Autor mit den Schwerpunkten Multimedia, Imaging und Fotografie für verschiedene Fach- und Special-Interest-Magazine (u. a. Screen Multimedia, Computerfoto, MACup). Seit 2003 ist er Redakteur beim fotoMAGAZIN und leitet dort seit 2007 das Ressort Test & Technik.

Kommentare

Hallo. Nichts für ungut, ich muss eine bescheidene Frage los werden. Es handelt sich um eine mehr oder weniger ausführliche Beschreibung der neuen Funktionalitäten, den man wohl so oder so ähnlich gerade auch in anderen Magazinen lesen kann. Ein Test liest sich anders.
Warum dann eigentlich diese Überschrift ERSTER TEST?

750 Bilder aber nur wenn das Display aus bleibt, im normalen Modus sind es nur 320...

Bild des Benutzers Andreas Jordan

Die Information zur Akkulaufzeit hatten wir vor Produktlaunch von Olympus erhalten. Tatsächlich sind es laut Datenblatt 310 Aufnahmen bei normalen Einstellungen und 750 im Quick-Sleep-Modus (E-M1 und E-M5: 330, E-M10: 320). Die Angabe im Artikel wurde korrigiert.

Greetings from Florida! I'm bored to death at work so I decided to check out your website on my iphone during lunch break. I love the information you present here and can't wait to take a look when I get home. I'm surprised at how quick your blog loaded on my cell phone .. I'm not even using WIFI, just 3G .. Anyhow, superb site!|
fifa coins online http://www.lovemovement.de/gaestebuch.php