Trash-the-Dress-Shooting extrem: Es muss nicht immer Schlamm sein
© Esther Jonitz/Patrick Horn
Ein Trash-the-Dress-Shooting ist der Teil der Hochzeitsfotografie, der idealerweise nach der Hochzeitsfeier stattfindet. Denn hier geht es darum, die Braut oder das Brautpaar noch einmal ganz anders in Szene zu setzen: statt Kirche oder Standesamt bilden Industrieruine oder Baggerloch die Location. Und das Kleid darf dabei ruhig ruiniert werden.
Das Ganze lebt von dem Gegensatz zu den üblicherweise "sauberen" und "braven" Hochzeitsfotos: jetzt darf sich die Braut mit dem Kleid schmutzig machen, darf wild und frech sein und schließlich haben die Fotos auch einen erotischen Charakter, wenn das feine Weiß des Kleides, die sorgfältig gescminkte und frisierte Braut in den Gegensatz zu einer rauhen Umwelt gesetzt wird.
Als Erfinder der Trash-the-Dress-Fotografie gilt der US-Fotograf John Micheal Cooper aus Las Vegas. Zumindet war er einer der ersten, der Bräute vor Industriekulissen fotografiert hat. Legendär ist sein Foto einer Braut mit brennendem Kleid. Während in den USA und in Kanada Trash-the-Dress-Shootings schon fast zur Regel gehören, setzt sich der Trend in Europa nur langsam durch. In Deutschland gibt es nur eine Handvoll Fotogafen, die Trash-the-Dress-Shootings anbieten.
fotoMAGAZIN hat die Hochzeitsfotografen Esther Jonitz und Patrick Horn bei einem Trash-the-Dress-Shooting mit 30 Bräuten begleitet. Die Reportage mit vielen Fotos finden Sie im aktuellen Heft vom Juli 2008.
ml
Links:
AltF.com: Website von John Micheal Cooper
www.trash-the-dress.de: Website des Düsseldorfer Fotografen Michael Quack
www.trash-your-dress.de: Website des Fotografenduos Patrick Horn und Esther Jonitz aus Östringen/Karlsruhe
www.trash-the-dress.net: Website des Hamburger Hochzeitsfotografen Sascha Moll