Lesertest • 19.12.2011
Testerin Valeria Medvezhnikova
Mit den Produkten von Kodak kam ich schon mehrmals in Berührung – ich hatte bisher sowohl mit Kodak Farbnegativen (Kodak Portra 160 NC und VC), als auch mit Diafilmen (Kodak Ektachrome 100) arbeiten können.
Der neue Film Portra 160 ähnelt sich meiner Meinung nach dem alten 160 NC, der sich durch seine präzise, „natürliche“, Farbwiedergabe auszeichnete und insofern immer zu meinen Favoriten gehörte. Der neue Film übernahm diese Eigenschaft – insgesamt sind die Farben klar, meistens ohne parasitäre Beitöne und Farbverzerrungen. Dennoch musste ich feststellen, dass die Farbbalance auf manchen Aufnahmen zu magenta tendierte, was ich früher bei dem Film nicht kannte.
Mein erster Eindruck nach dem Einscannen der Aufnahmen war – die Aufnahmen lassen sich sehr leicht einscannen und anschließend bearbeiten. Bei den angemessen exponierten Bildern musste ich oft lediglich den schwarzen und den weißen Punkt vorgeben und schon waren die Bilder fertig – kontrastreich und angemessen farbsatt.
Die Farbwiedergabe bei Portrait-Aufnahmen – die für Kodak Portra wichtigen Hauttöne also – blieben unter allen Lichtbedingungen in meinen Fällen gleich gut und natürlich. Ich muss allerdings zugeben, dass ich diese Eigenschaft des Films nicht ausgiebig testen konnte, denn Portraits liegen eigentlich außerhalb meines fotografischen Interesses.
Lesertesterin Valeria Medvezhnikova
An dem Film freute mich nach wie vor der Kontrast. Selbst Aufnahmen im Gegenlicht (aber ohne Lichtquelle im Bild) wiesen meiner Einschatzung nach einen 90-prozentigen Licht- und Schattenumfang auf. Auf solchen Aufnahmen machte sich aber ein anderes Problem sichtbar – nämlich Körnung in Schattenbereichen. Das für die Bilder mit hohem Kontrast ebenso typische Problem des Farbrausches (auch in Schattenbereichen) führte ich auf Fehler des Scanners während der Digitalisierung zurück. Auf den Bildern mit normalen Lichtverhältnissen konnte ich das Korn nicht erkennen. Die unter- wie überbelichteten Bilder verschoben sich in der Farbbalance ins Bläuliche.
Die Fotos für den Test wurden mit Pentax 645NII (45 mm/f2.8 und 180 mm/f4) und Mamiya C33 (80 mm/f2.8) gemacht und von „FACO Bild- und Werbetechnik“ in Köln entwickelt. Eingescannt wurden die Aufnahmen von mir mit dem Canon 8800F
Weitere Bilder von Valeria Medvezhnikova
Klicken Sie auf ein Bild, um die Bildergalerie zu starten (3 Bilder)