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Die Einsender der Fotos sollen eine Art inneren
Reinigungsprozess durchmachen, der ihnen die Scham vor zu viel
Peinlichkeit mithilfe der Gruppendynamik abnimmt. Nach der Devise
„Geteiltes Leid ist halbes Leid“ scheinen täglich mehrere Hundert
Zulieferer zu agieren. Aus der vier bis fünf Stunden dauernden Selektion
gehen schließlich nur eine Handvoll Bilder als Sieger hervor. Die
besten davon publizieren Bender und Chernack in einem Buch, das im
Oktober auch in Deutschland erscheint. Übrigens: Auch Prominente finden
sich auf der Seite wieder. Dass jemand aus der näheren Umgebung von
Nordkoreas Machthaber Kim Jong-il die dröge Darstellung eingereicht hat,
darf allerdings bezweifelt werden.
Sebastian Antrak