Bei Michael Leis ist das anders. Seine Models zeigen Emotionen, blicken
sich verliebt durch den Wasserfall entgegen, geben sich mal nachdenklich
und dann wieder mysteriös. Bei Leis bleibt der Körper nicht nur die kunstvoll-edle
Oberfläche. Der Münchner präsentiert immer auch Emotionen dazu. Er lässt uns in Gesichtern lesen und sucht die Mimik, die Gestik, den perfekten, glaubwürdigen Ausdruck für den Augenblick. So wie er dabei den Körper "in Form bringt", ist er auch in der Lage, Fels oder Geäst zu inszenieren – als archaischen Gegenpol zu den weichen Rundungen seiner Models.
maz